Aktivismus & Politik
Ich bin seit meiner Jugend politisch und ehrenamtlich aktiv. Nicht weil ich von vorneherein eine Karriere wollte, sondern weil ich bei mir daheim und anderswo gesehen habe, was Schweigen und Resignation anrichten – und dass beides nicht schützt, sondern langfristig weh tut.
Bereits in meiner Gymnasialzeit inspirierte mich Al Gores Film für Umweltthemen – und ich war für drei Jahre Schulsprecher sowie fünf Jahre Klassensprecher: Funktionen, die ich unter anderem dafür nutzte, ein "Öko-Team" für korrekte Müllentsorgung mitzuetablieren.
Parallel engagierte ich mich bei der aks Wien, einer Vorfeldorganisation der SPÖ für Schüler*innen. Ab 2014/2015 war ich bereits hauptsächlich in der Mariahilfer SPÖ-Bezirksorganisation aktiv, wo ich die Jugendorganisation Junge Generation neu gründete und für diese abwechselnd als Vorsitzender und Stellvertreter tätig sein durfte.
Ab 2020 war ich Bezirksrat der SPÖ in Mariahilf. Meine persönlichen Schwerpunkte waren dabei die Obdachlosenhilfe, die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen und sozial Ausgegrenzte allgemein. Mariahilf beheimatet viele Sozialeinrichtungen – die Gruft, die Aidshilfe Wien, das Jedmayer der Suchthilfe Wien. Das Miteinander zu stärken, allen eine Stimme zu geben, Brücken zu bauen – das war uns als Bezirkspartei wichtig.

In den Jahren war ich darüber hinaus in weiteren Funktionen aktiv – organisatorisch, kommunikativ, in mehreren Wahlkämpfen – und mitunter auch beruflich bei der Partei angestellt. Doch je länger ich dabei war, desto klarer wurde mir: Meine Art zu arbeiten – direkt, wertebasiert, über Parteigrenzen denkend und auf (auch interne!) Missstände aufmerksam machend – passt nicht in starre Parteistrukturen. Nach der Corona-Pandemie und eigenen gesundheitlichen Problemen zog ich mich zunehmend zurück und wendete mich von parteilichen Strukturen ab – hin zu unabhängigeren, direkteren Wegen des Engagements.
Im Sommer 2025 trat ich schließlich aus der SPÖ aus. Weniger aus Verbitterung, als aus thematischem Verdruss und Gewissensgründen: Wahlversprechen, die gebrochen wurden; erhebliche Mehrbelastungen für Durchschnittsbürger*innen; und – für mich besonders schmerzhaft – Kürzungen bei Hilfen für Obdachlose und Suchtbetroffene. Genau jene Menschen, für die ich Politik zu machen versucht hatte.
Ich respektiere sehr viele in der Sozialdemokratie; gerade in der SPÖ Mariahilf habe ich so etwas wie eine zweite Familie gefunden. Doch langfristig sehe ich mich authentischer und wirksamer in einer unabhängigen Position: beobachten, analysieren, konstruktiv kritisieren, kommentieren – ohne Rücksicht auf Parteitaktik nehmen zu müssen.
Was bleibt: Haltung, nicht Parteibuch
Mein Aktivismus war nie an eine Organisation gebunden. Schon vor meiner Zeit in der aktiven Politik habe ich mich engagiert: über die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien in der Organisation der Regenbogenparade und des Regenbogenballs, punktuell beim Rosenball, und immer dort, wo ich thematisch „Feuer und Flamme" war.
Seit 2023 setze ich mich verstärkt für Suchtprävention und Mental Health ein, vor allem in der LGBTIQ-Community. Ich habe selbst Chemsex und andere Formen der Sucht erlebt, bin in selbstzerstörerische Spiralen gerutscht und war auf stationärer Therapie beim Grünen Kreis.
Im Juli 2025 war ich in der ORF-Sendung „Thema Spezial" zu sehen – die Sendung erreichte über 500.000 Zuseher*innen. Ich spreche weiterhin offen über Sucht, Trauma und Stigmatisierung. Was ich früher als Gastautor bei Online-Plattformen schrieb, veröffentliche ich nun vor allem auf meinen eigenen Plattformen: Essays über psychische Gesundheit, Resilienz und gesellschaftliche Krisen.
Um das Ganze auf eine höhere Ebene zu heben, habe ich 2025 das Alexander Forum gegründet – einen unabhängigen Think & Do Tank für Reflexion und Resilienz. Das Forum verbindet gesellschaftliche Beobachtung, strategisch-praktische Arbeit und gelebte Erfahrung, um neue Perspektiven auf Wandel, Krisen und Zusammenhalt zu eröffnen.
Zivilcourage & Sichtbarkeit
Im August 2024 wurde ich am Wiener Naschmarkt im Rahmen einer Diskussion homophob beschimpft – „Du schwule Sau", „unnatürlich" – und niedergestoßen. Ich schlug mit dem Kopf auf: Die Wunde war vier Zentimeter lang, musste im Krankenhaus versorgt werden. Niemand von den Umstehenden half mir, ich rief selbst den Notruf – die Täter entkamen.
Beide Vorfälle zeigen mir: Gewalt gedeiht im Schweigen. Umso wichtiger sind Zivilcourage und mutige Sichtbarkeit.
Was ich tue – und warum
Ich arbeite heute unter anderem zu folgenden Schwerpunkten:
- Mental Health & Suchtprävention – Chemsex, Trauma, Entstigmatisierung, Genesungswege
- Politische Kommunikation & Kampagnenarbeit – über 11 Jahre Erfahrung in Organisation, Strategie, Social Media, Texten
- Gesellschaftliche Resilienz – Essays, Vorträge, Think & Do Tank Alexander Forum
Ich biete meine Expertise unabhängig an: für Organisationen, Vereine, Initiativen oder Parteien, die ernsthaft an Veränderung arbeiten. Meine Loyalität gilt Menschen und Werten, nicht Strukturen.
Engagement heißt für mich: hinschauen, einschreiten, Verantwortung übernehmen. Ob als Sanitäter, Bezirksrat, Autor oder Aktivist – der Antrieb war immer derselbe.
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